Der Katalysator

Der untere Teil des Motorradfahrens funktioniert getreu den Regeln der klassischer Physik, der obere jedoch absolut nicht, sondern ganz anders, nämlich quantenphysikalisch. Der eine Teil ist das Motorrad, der andere Teil, das bin ich selbst.

Ich kann mittlerweile sagen, dass mir mein Motorrad ein wirklich guter Lehrmeister war und ist. Es meckerte nie, wenn ich es mal hinlegte, beklagte sich nicht, wenn ich es mal irgendwo andotze. Dabei war und ist es in seinen Reaktionen absolut kompromisslos, aber stets absolut logisch. Nur verstehe ich das dann leider erst hinterher.

Es erträgt zwar alles ohne eine einzige Klage, aber es hat einfach keine Fehlertoleranz für den oberen Teil des Ganzen. Also für mich. Und das ist gut so. Für mich, denn dadurch zwingt es mich regelrecht in eine Haltung, die weder Kompromisse, noch Konvention und auch keine Tricks zulässt.

Motorradfahren zwingt mich regelrecht in die ideale Haltung, die ich auch im Leben gerne hätte. Das hat mich auf den Geschmack gebracht. Seither beschäftigt mich die Frage, wie man die Herausforderung im ganz normalen Alltag schaffen kann, die man für eine Flow braucht.

Ganz offensichtlich brauchen wir die Herausforderung des Flow, um aus dem Sumpf des üblichen Alltags herauszufinden. Das kann ich entweder durch die Art meines Tuns finden – oder durch die Art, wie ich lebe.

Eins habe ich über das Motorrad begriffen. Es hat mir sehr deutlich gemacht, dass ich eben nicht den Gesetzen der klassischen Physik gehorche, sondern denen der Quantenphysik.

Es gibt mittlerweile einige Bücher, die das sehr deutlich beschreiben. Mich interessiert, es zu realisieren, jedoch unabhängig von meinem jeweiligen Tun.